Große Kameras, Kräne, Schienen oder ganze Kamerateams sind mittlerweile nicht mehr für die sanftne Kamerafahrten notwendig, die wir alle so lieben. Egal ob man mit guten Freunden in einer Bar abhängt, Achterbahn fährt oder mit der großen Liebe Zeit verbringt, ein Gimbal sorgt dafür, dass die besten Momente auf professionelle Weise in Szene gesetzt werden. Im Gimbal Test erfahren Sie alles, was Sie über Gimbal wissen müssen. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Tipps, die Sie bei der Kaufentscheidung berücksichtigen sollten.

Was ist eigentlich ein Gimbal?

Gimbal bezeichnet im Grunde genommen eine kardanische Aufhängung, die hauptsächlich zur Stabilisierung des Bildes dient. Vor wenigen Jahren waren noch Fachleute im Filmgeschäft dafür notwendig, doch mittlerweile werden Gimbals für zahlreiche Film-/DSLR-Kameras, Handys sowie Action-Cams angeboten. Vom Prinzip her ist ein Gimbal eine spezielle Form des Schwebestativs. Die kardanische Aufhängung zeichnet sich dahingehend aus, dass in dessen Drehpunkt sich ein Körper in sämtliche Seiten drehen lässt, ohne dabei aus dem Stabilisierungssystem herauszufallen.

Dank des neuen, elektronisch ausgleichenden 3-Axis Brushless Gimbals ist viel mehr Bewegung in die gesamte Filmindustrie gekommen. Dementsprechend ist es das perfekte Mittel, um schwerelose, dynamische aber dennoch absolut ruhige Bilder zu fertigen. Doch Gimbals sind nicht nur für große Kameras erhältlich. Für andere Kameraarten genießt man ebenfalls eine große Auswahl aus einer breiten Produktpalette.

Wie funktioniert ein Gimbal?

Bei Gimbals für Smartphones, Actioncams und Co. kommen, genauso wie bei den Drohnenkameras, keine drehbaren Lager zum Einsatz, sondern kleine Elektromotoren. Nur diese Motoren sind in der Lage, blitzschnell auf feine Bezwungen oder Ruckler zu reagieren, was die Kamera bestmöglich stabilisiert. Die beste Gimbal Variante ist auch in der Lage, Schwingungen und Bewegungen, die zum Beispiel dadurch entstehen, wenn man eine Treppe hoch bzw. runterläuft, fast vollständig zu eliminieren. Das bedeutet im Ende, dass man ein Gimbal zum Beispiel auch auf holbringen Fahrradstrecken verwenden kann. Auf dem Fernseher oder anderen Bildschirmen sehen die Aufnahmen ganz geschmeidig und ruhig aus.

Die Motoren des Gimbals benötigen Strom, daher muss der Akku des Gerätes geladen werden. In der Regel verfügen die Gimbals, zumindest die günstigeren Modelle, über einen fest verbauten Akku. Dieser wird meist über ein USB-Kabel am PC oder Steckdose aufgeladen.

Welche unterschiedliche Arten von Gimbals gibt es?

Das DSLR Gimbal
Ein sogenannter DSLR Gimbal ist eine relativ große Stabilisierungsvorrichtung, die mit zwei Händen zu halten ist. Hierbei fallen auch größere Kameras in diesem Bereich. Doch für diese Situationen gibt es bereits einzelne Gimbals für kompakte Kameras, die man auch nur mit einer Hand halten muss.

Das Smartphone Gimbal
Auch für Smartphones gibt es mittlerweile ganz neue Gimbals. Diese Variante ist für jede Smartphones-Art geeignet. Das Smartphone wird dabei auf dem Gimbal montiert, welches anschließend die Bewegungen des Gerätes ausgleicht.

Das Actioncam Gimbal
In der Kategorie der Actioncam-Gimbals landen nicht nur GoPro Gimbal, sondern jede Variante von Actioncam. Zahlreiche dieser Gimbals können direkt montiert werden und müssen nicht gezwungenermaßen in der Hand gehalten werden.

Das All-in-one Gimbal
Unter diesem Produkt werden Gimbals mit bereits verbauten Kameras verstanden. Man benötigt keine Kamera, sondern hat durch dieses Gimbal bereits ein All in One Paket. Die einzelnen Teile sind dabei fest verbaut.

Ein Gimbal glättet nicht nur Bewegungen

Bewegungskompensation ist das Eine, doch ein Gimbal bietet aber noch weitere äußerst praktische Zusatzfunktionen. Über einen Drehregler oder Schieberegler kann man die Kamera oder das Smartphone nach links oder rechts und nach vorne oder hinten schwenken. Außerdem lässt sich durch diese Regler der Zoom betätigen, diese Funktion bleibt allerdings nur den Smartphones vorbehalten, da die Actioncams meist eine feste Brennweite haben.

Für einen noch größeren Funktionsumfang sorgen Apps, mit denen die Hersteller ihre Gimbals ausliefern. Diese ermöglichen es nicht nur die vollständige Steuerung der Kamera oder die Veränderung von Auflösung, Belichtung oder Zoom zu steuern, sondern bieten des Weiteren zusätzliches Kreativ-Potenzial. Hierzu zählen unter anderem Zeitraffer, Zeitlupe und Panorama-Potenzial.

Im Zusammenspiel mit diesen Funktionen ist das bei Vloggern überaus beliebte Tracking ein entscheidendes Thema. Wird um das eigene Gesicht auf dem Bildschirm ein Rahmen gezogen, folgt die Kamera automatisch jeder Kopfbewegung.

Worauf muss achten, wenn man einen Gimbal kaufen möchte?

Der Gimbal Test hat gezeigt, dass man viele Punkte beachten muss, wenn man ein Gimbal kaufen möchte, so kann man Fehlkäufe vermeiden und stellt sicher, dass man das beste Gimbal erwirbt.

Selbstverständlich muss man beim Gimbal darauf achten, dass die gewünschte Hardware unterstützt wird, also sollte das Gimbal auf die Montage von Actioncams oder Smartphone ausgelegt sein. Bei Smartphone Gimbals muss man unbedingt überprüfen, ob das Smartphone in die Halterung passt und auch das erlaubte Maximalgewicht nicht überschritten wird.

Die meisten GoPro Gimbal sind von der Form und Größe an den GoPro-Modellen nachempfunden. In den technischen Spezifikationen listen die Produzenten die bekannteren Kameras auf, welche unterstützt werden. Sollte das eigene Gerät nicht auf dieser Liste stehen. Kann eine Gewichtsangabe als Orientierung sehr hilfreich sein. Absolute Sicherheit, ob die Kamera sicher befestigt werden kann, bringt allerdings erst der Praxistest.

Darüber hinaus unterscheiden sich die einzelnen Gimbals in der Bedienung, in der Haptik und beim Gewicht. Also kann es nicht schaden, die Gimbals vor dem Kauf zu begutachten bzw. in die Hand zu nehmen.

Damit man nach dem Kauf nicht enttäuscht ist, muss gesagt werden, dass man mit einer Actioncam oder mit Smartphone keine blockbusterreife Aufnahmen wie auf Schienen gelingen werden. Dafür muss man sehr tief in den Geldbeutel greifen. Im Vergleich ohne Gimbal erkennt man allerdings erhebliche Unterschiede. Damit man einen Gimbal richtig beurteilen kann, muss man das Material aus der Kamer mit und ohne Gimbals vergleichen, denn das ist immerhin das entscheidende Kriterium.

Checkliste vor dem Kauf

Bevor man sich für ein Gimbal entscheidet, sollte man folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Balancing – Wie aufwendig ist das Ausbalancieren?
  • Connectivitiy – Kann man das System mit Apps verbinden?
  • Gesamtgewicht – Lässt sich der gesamte Aufbau insbesondere auch nach längerer Zeit noch angenehm händeln?
  • Kamera – Welche Kameras sind mit dem Gimbal kompatibel?
  • Maximale Traglast – Bis zu welchem Gewicht kann man das Gimbal verwenden?

Tragkraft
Bei einem Gimbal Test steht die maximale Traglast ganz oben auf der Checkliste. Vor dem Kauf sollte man überprüfen, ob das Kamerasystem in das Gimbal passt. Des Weiteren muss darauf Acht geben, dass die Vorgaben des Produzenten nicht komplett ausgereizt werden.

Das Gimbal kann selbstverständlich bis zu einem bestimmten Gewicht belastet werden, doch umso dichter man an die maximale Traglast kommt, umso unsauberer kann die Aufnahme der Kamera werden. Daher sollte man stets einen Puffer zwischen der Kamera plus Objektiv und der höchstzulässigen Tragkraft berücksichtigen.

Das Eigengewicht
Umso größer die Kamera ist, desto größer muss auch das Gimbal sein. Dennoch sollte man unbedingt Acht geben, dass man trotz des Gewichts angenehm damit arbeiten kann. Teilweise kann schon die Form den Unterschied machen. Hierbei muss jeder selbst wissen, ob er/sie das ganze System mit einer oder mit beiden Händen halten möchte.

Balancing
Wenn man möglichst schnell drehbereit sein möchte, muss man die Kamera vorbereiten. Hierbei ist es entscheidend, darauf zu achten, dass das Gimbal so schnell wie möglich justiert und eingestellt ist. Hierbei sollte man folgende Fragen beachten: Sind die Verschlüsse gut zu erreichen? Kann das Gimbal überhaupt von einer Person eingerichtet werden. Hält das System in der begehrten Position?

Connectivity
Die meisten Hersteller bieten Apps zu ihren Geräten an. Mit diesen Funktionen lassen sich Kameraeinstellung verändern bzw. anpassen. Hier gibt es auch zahlreiche interessante Features, zum Beispiel Gesichtserkennung oder Objekttracking.

Kamera
Ein weiterer sehr wichtiger Punkt beim Gimbal Test ist die Kompatibilität des Gimbals. Es ist keineswegs von Vorteil, wenn das Gimbal mit anderen Kameras, als der eigenen, kompatibel ist. Sollte man sein Stabilisierungssystem verleihen, muss man nicht das gesamte Zubehör austauschen, sondern kann auf sein eigenes Equipment zurückgreifen.

Die Vor- und Nachteile eines Gimbal

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Durch die Verwendung der Stabilisierung wirken die Kameraführungen weitaus professioneller. Man spart viel Zeit und vor allem Arbeit, da das Filmmaterial nicht aufwendig stabilisiert werden muss. Darüber hinaus kann man sich beim Videodreh besser und intensiver auf Filmen konzentrieren, da die mitunter größte Fehlerquote wegfällt. Weiters gibt es zahlreiche nützliche Funktionen, die verwendet werden können. Von der Objektverfolgung bis hin zur Möglichkeit, auch bewegte Timelapse filmen zu können.

Gimbal bieten technisch ausgefeilte Modi, die nur mit der Hand nicht auf einfache Weise oder auch gar nicht verwirklicht werden können.

Favorit und Empfehlung

Bei den DJI Gimbal konnte sich die Ronin-M durchsetzen. Dieses DJI Gimbal ist die kleinere Version des 3-Achsen Handheld Gimbal Systems DJI Ronin. Mit seinem Gewicht von lediglich 2,3 kg, wiegt der Ronin-M nur ungefähr die Hälfte des großen Ronins.

Dieses Gerät lässt sich ideal transportieren, da er sehr kompakt ist, wodurch der Platz im jeden Rucksack Platz findet. Doch trotz seiner kompakten Größe lassen sich Setups von bis zu 3,6 kg verwirklichen.

Schnelles Setup und präzise Balance
Mit diesem Gimbal ist man in der Lage, sehr viel Zeit zu sparen, da der Vorgang für das Setup weniger als fünf Minuten dauert. Einfach die Kamera montieren, die Kamera mechanisch ausrichten und auf die Schaltfläche tippen. Dank der Auto Tune Stabilität genießt man die höchste Genauigkeit und rundet das Tuning und Balance Prozess auch ohne Werkzeug ab.

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