Kaufratgeber für Kaffeemühlen 

„Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist guten Kaffee zu trinken, und wenn man keinen hat, sollte man versuchen, so heiter und gelassen zu leben, als hätte man guten Kaffee getrunken“. Das erkannte der Schriftsteller, Jonathan Swift, bereits im 18. Jahrhundert. Noch heute lädt das kohlrabenschwarze Getränk zum Innehalten ein. Kaffee zählt in Deutschland zu den Lieblingsgetränken. Pro Kopf genießt jeder von uns 162 Liter pro Jahr. Historisch gesehen trat der Kaffee seinen Siegeszug von Istanbul aus an und verbreitete sich in der ganzen Welt. Wer kennt sie nicht, die kleine Kaffeebar in Rom, die mit ihrem Espresso jedes Frühstück ersetzen kann. Was ist das Geheimnis hinter so viel Geschmack? 

Kaffeemühlen Test

Kaffee mitnehmen – eine Unsitte im Pappbecher 

Wer auf Genuss verzichten kann, wem es allein um Schnelligkeit geht, der ist mit einem abgepackten Kaffeedoppelgänger gut bedient. Alle anderen nicht. Beim Thema Kaffee hört der Konsumzwang auf, hier beginnt die Freude am Augenblick. Kaffee, sein Duft, sein Aroma, sie sind eine Wissenschaft für sich. Fachleute mit Branchenkenntnis tragen nach ihrer Ausbildung die Berufsbezeichnung Barista. Sie lernen den Weg zur perfekten Tasse Kaffee kennen, der bei der Kaffeesorte beginnt, über die Röstung der Bohnen, bis hin zur Auswahl der optimalen Kaffeemühle führt. Wir haben für Sie die besten Kaffeemühlen getestet. Hier ist unser Ergebnis. 

Wie bereiten Sie Ihren Kaffee am liebsten zu? 

Bevor Sie sich auf dem Markt für Kaffeemühlen umsehen, zahlt es sich aus, einige Überlegungen anzustellen. Kaffee zählt im Leben vieler Menschen keineswegs zu den unwichtigen Nebensächlichkeiten. Vielmehr ist er eine liebe Gewohnheit und nahezu jeder Kaffeeliebhaber schwört auf seine eigene, beste Brühmethode. Hier ein Überblick über die gängigen Varianten: 

Handbrühmethode: ursprünglichste Zubereitungsart, die, bis heute, beim türkischen Mokka Anwendung findet. Dabei wird staubfein gemahlener Arabicakaffee mit Zucker und Wasser aufgekocht. Das eher dickflüssige Getränk schmeckt zuerst bitter, gewinnt dann aber, mit jedem Schluck, an Süße. 

Filterkaffee: Dabei wird ein Porzellan-, Metall- oder Papierfilter mit Kaffeepulver befüllt. Das Brühwasser sollte eine Temperatur von 95 ° C habe. Zu Beginn wird mit kleinen Schlucken aufgegossen. Der Kaffee blüht dabei auf, wie der Fachmann sagt. Später wird mit einem kräftigen Schuss Wasser vollgefüllt. 

French Press: Wichtigstes Utensil dafür ist die Pressstempelkanne. Der Glasbehälter wird vor dem Aufbrühen vorgewärmt, dann frisch gemahlener Kaffee aus der Kaffeemühle eingefüllt und alles zügig mit kochendem Wasser übergossen. Deckel mit Metallsieb auflegen, nach 4 Minuten langsam bis zum Kannenboden hinunterdrücken. 

Espressomaschine: Hier sorgt ein Thermosiphon, eine Art Heißwasserheizung, vollautomatisch für die passende Brühtemperatur. Für eine Tasse Kaffee wird Kaffeepulver aus der Kaffeemühle in den Siebträger gefüllt, in die Maschine eingespannt und der Startknopf gedrückt. Die besten Espressomaschine finden Sie auch bei uns auf vergleichs.com.

Aero Press: Diese Methode wurde 2006 von Aerobie, einem amerikanischen Unternehmen, das auch Frisbeescheiben herstellt, auf den Markt gebracht. Die Aero Press besteht aus einem Brühzylinder, einem Presskolben und benötigt einen Papierfilter. Kopfüber fließt der fertige Kaffee nach dem Aufbrühen in die Tasse. 

Kapselmaschine: Jeder dritte Haushalt nutzt bereits ein solches Einzelportionsgerät. Mit den entsprechenden Nachteilen. Der ökologische Fußabdruck von Alukapseln ist riesengroß und sie sind teuer. Im Schnitt kosten sie 22 Cent pro Tasse. Bedenkt man die Maschinenwartung, dann summieren sich die versteckten Kosten recht schnell. 

Wer sich eine hochwertige Kaffeemühle zulegt, hat die volle Freiheit bei der Geschmackswahl, egal ob Espresso, Cappuccino oder Café Macchiato. Experimente mit dem Mahlgrad, der Wasserhärte oder der Zuckerbeigabe führen zu ganz neuen Gaumenfreuden. Vergessen, sind dann die möglicherweise gewohnten, mit Sirup verfeinerten, Kaffeemixgetränke

Welche ist die Beste? Kaffeemühlen im Test … 

Billige Kaffeemühlen lassen sich im Internet wie Sand am Meer finden. Aber was tut sich der Kaffeeliebhaber mit diesem Kauf eigentlich an? Günstig Modelle, das sind Kaffeemühlen unter 40 Euro, stören das Aroma, verstärken gleichzeitig die Bitteranteile im Getränk. Wie hat es ein Barista so schön formuliert: „Mit einer billigen Schleifmessermühle zu arbeiten ist so, als ob ich mit dem Hammer auf die Bohnen einschlagen würde“. Grob einteilen lassen sich Kaffeemühlen in:

• Handmühlen und 
• elektrische Mühlen 

Handmühlen – billige Kaffeemühlen 

wirken durch ihr großes Gehäuse und die Handkurbel ein wenig nostalgisch. Aber das Äußere täuscht. Wie so oft kommt es auch hier auf das Innenleben an. Wenn’s ums Kaffeearoma geht, heißt das Zauberwort: Qualität des Mahlwerks. Wer hier spart, erlebt ein kleines, bitteres Wunder. Wer in der Produktbeschreibung die Worte keramisches oder hölzernes Kegelmahlwerk entdeckt, kann davon ausgehen, ein passendes Modell für den privaten Haushalt gefunden zu haben. Besitzt die ausgewählte Kaffeemühle zusätzlich einen Glasbehälter sowie ein stufenlos einstellbares Mahlwerk, dann lohnt es sich, zuzugreifen. In Einpersonenhaushalten mit wenig Kaffeekonsum macht das morgendliche Kurbeldrehen Spaß. Wenn viele Familienmitglieder zu versorgen sind, zahlt sich die Zuhilfenahme von Strom aus. 

Die beste Kaffeemühle im Kaffeemühlen Test 

Hario Mini Kaffeemühle: Günstiges Einsteigermodell mit stabilem Keramikmahlwerk, Mahlgrad stufenlos einstellbar, bedienerfreundlich, der Auffangbehälter reicht für 2 Tassen. 

Bialetti Kaffeemühle: Gehäuse aus Kunststoff und Silikon, Mahlwerk aus Keramik, leichtgängig, mit skaliertem Auffangbehälter, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Comandante Kaffeemühle: Kaffeemühlen Test Siegerin und beste Kaffeemühle. Präzise Mahlscheiben schneiden die Kaffeebohnen, das 2-fach gelagerte Mahlwerk macht das Kurbeln mühelos. 

Elektrische Kaffeemühlen 

Elektrische Kaffeemühlen sparen Zeit, zieren die Küche durch ihre klare Linienführung und die verchromten Oberflächen und verleiten zum Experimentieren. Wer hätte nicht gern ein selbst kreiertes Kaffeerezept, das es nirgends sonst gibt. Die üppige Zusatzausstattung mancher Modelle setzt diesen Wunsch in die Realität um. Beim Smartphone ist das Wischen am Bildschirm nicht mehr wegzudenken, warum sollte es bei der Kaffeemaschine anders sein. Die gezielte Auswahl einer hochpreisigen Kaffeesorte verlangt nach ausgeklügelten Einstellungen. Die besten Kaffeemühlen bieten bis zu 200 Mahlgradeinstellungen an. Und leise sollte sie sein? Gewonnen hat beim Kaffeemühlen Test die:

• Baratza Kaffeemühle: mit konischem Mahlwerk, Zeitschaltfunktion, automatischem Start, sobald der Siebträger auf der Siebgabel aufliegt. Sehr praktisch ist ihr riemengetriebener Motor, der verhindert, dass Restmahlgut in der Maschine bleibt. Perfekt für angehende Barister oder ambitionierte Heimanwender. 

• Eureka Mignon Kaffeemühle: die leise Alleskönnerin mit Bildschirmfunktion, aus Chrom und Glas. Ein Designobjekt mit Scheibenmahlwerk und freier Wahl zwischen Siebträgerauflage und Auffangbehälter. Espresso, French Press, Mokka, Filterkaffee, alles ist möglich. 

• Mahlkönig Kaffeemühle: die Kaffeemühlen Test Siegerin. Es gibt sie in vielen Varianten ab 400 Euro. Sie ist der Ferrari unter den Kaffeemühlen, eine Profimühle. Von hinten belüftet, erhitzt das Mahlgut nicht mehr. Wenn sie morgens aufstehen, hat sie, dank Programmierung, selbstständig die benötigte Menge Kaffee fertig. Genau richtig. 

Kleiner Almanach zum Thema Mahlen 

Kaffee gelingt immer, vorausgesetzt, der Mahlgrad stimmt. Durch die falsche Einstellung verändert sich das Aroma, das während des Röstvorgangs entsteht. Die Rohbohnen werden dabei langsam erhitzt. Zuerst verdampft das Wasser im Inneren, danach röstet die Oberfläche, zuletzt bilden sich Karamellstoffe, die Kaffeebohne kracht, erhält Volumen und Form. Nach dem Abkühlen kann sie gemahlen werden. 
Es gibt zwei Hauptfehler beim Mahlen:

  1.  Zu fein gemahlen: Der Kaffee schmeckt bitter. 
  2. Zu grob gemahlen: Der Kaffee schmeckt wässrig, fade, sauer. 

Grundsätzlich lassen sich die drei Grade unterscheiden: Fein, mittel und grob. Espresso verlangt nach feinem Kaffeemehl, Filterkaffee nach einer mittleren Einstellung, French Press nach einer eher groben Ausmahlung. Auch Kaffeevollautomaten haben eine Integrierte Kaffeemühle.

Tipps zu Kaffeemühlen 

Im Netz lässt sich die bereits vor 100 Jahren verwendete, sogenannte „Karlsbader Kanne“ finden. Sie arbeitet ohne Papierfilter, aber mit einem speziellen Porzellansieb. Sie kommt momentan wieder in Mode und ihre Verwendung gilt als der letzte Schrei. Der dafür brauchbare Ausmahlgrad ist grob. 
Ein weiteres Qualitätskriterium für optimalen Kaffeegeschmack ist der Zeitraum, in dem das Kaffeemehl mit dem heißen Wasser in Berührung kommt. Allgemein gilt, je feiner vermahlen, desto kürzer sollte diese Zeit sein, da sonst die Bitterstoffe zu stark betont werden. 

Das perfekte Kaffeewasser 

99 % des Kaffees bestehen aus Wasser, das beim Brühen die Aromastoffe aus dem Kaffeemehl herauslöst. Gutes Kaffeewasser ist Mineral- und sauerstoffhaltig. Die Menge an Mineralstoffen, dazu zählt auch Kalk, lässt sich ganz einfach an der Duschwand oder der Unterseite des Wasserhahns erkennen. Wer es ganz genau wissen will, kann für wenige Euros einen sogenannten Wasserqualitätstester im Internet bestellen. Wasserhärte und pH-Wert des Wassers lassen sich auch beim zuständigen Wasseramt erfragen. Frisches, kaltes Wasser besitzt eine hohe Sauerstoffsättigung, ist deshalb ideal für die Kaffeezubereitung geeignet. Hartes Wasser löst wenige Inhaltsstoffe aus dem Kaffee, weiches Wasser dagegen verstärkt enthaltene Röstaromen. Das Problem mit hartem Wasser lässt sich durch die Montage einer Filterarmatur minimieren. Wenn sich dadurch der Geschmack nicht verbessert, lohnt ein Versuch mit Mineralwasser. Auch bei Kaffeepadmaschinen ist das Kaffeewasser entscheidend. Also ist dieser Punkt eines der wichtigsten Punkten bei der Kaffee Zubereitung.

Fazit 

Kaffee ist einfach Geschmackssache – so, oder so. Gegen die Variante, seinen Kaffee blitzartig konsumieren zu wollen, spricht einiges. Reinigung und Verschleiß kosten, Pads und Kapseln machen den Müllberg größer und so recht weiß keiner, was die Hersteller in die Kurzzeitverpackungen einfüllen. Ebenfalls zum Thema, worauf wir getrost verzichten können, zählt der Instantkaffee. Es handelt sich dabei um getrockneten Kaffee-Extrakt, der nach Wasserzugabe braun aussieht. Der Kauf einer guten, hochwertigen Kaffeemühle und die eigene Zubereitung sind eine echte Alternative. Wer auf Qualität setzt und ein wenig Geld eine Kaffeemühlen Test Siegerin in die Hand nimmt, hat für viele Jahre einen verlässlichen Partner in der Küche. Für seinen Lieblingskaffee, egal, ob mit Sahne, Zucker oder Sojamilch.
 
Kaffeemühlen Test
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